Durch die aktuelle Energiekrise und die erheblich gestiegenen Gaskosten geraten die energieintensiven Gussunternehmen in Deutschland unter einen enormen Kostendruck, der auch mittelfristig anhalten wird. Ein Ausweg bietet die technologische Transformation hin zu einer Energieversorgung mit regenerativen Energieträgern. Eine dafür notwendige Voraussetzung ist die Elektrifizierung des Schmelzbetriebes.
Dadurch, dass das Material lokal und induktiv an den Gießmaschinen erschmolzen wird, kann die Transformation einer konventionellen Gießerei mit gasbetriebenen Schmelzöfen hin zu einer rein elektrisch betriebenen Gießerei erfolgen . Mit dieser Maßnahme wird zum einen die Gasabhängigkeit der Gießereien stark reduziert und zum anderen die Möglichkeit einer Energieversorgung durch regenerative Energieträger eröffnet.
Im Rahmen der Pilotstudie werden der Aufbau eines Prüfstandes sowie der Aufbau mathematischer Modelle für die Untersuchung des lokalen induktionsbasierten Schmelzens erfolgen. Der Prüfstand wird durch Gießversuche erprobt und durch begleitende Simulationen analysiert und optimiert. Die aus den Gießversuchen resultierenden Materialqualitäten werden charakterisiert und gegebenen Materialqualitäten der Industrie gegenübergestellt. In geeigneten Simulationen wird die Übertragbarkeit auf existierende industrielle Prozesse untersucht. Die Technologie wird initial auf ihre Einsatzfähigkeit sowie ihre Potentiale untersucht.
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Alexander Buchele
Projektbearbeitung: Julian Stromberger, Johannes Dettelbacher
Projektpartner: FAU Lehrstuhl für Gießereitechnik
Projektförderung: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
